Unsere Geschichte
Der noch sehr junge Musikzug Alstergarde e.V. aus Henstedt-Ulzburg wurde im Dezember 2002 gegründet.
Bereits am 07. September 2003 absolvierte die Alstergarde ihren ersten Auftritt. Der Erfolg gab uns weiteren Ansporn für weitere Auftritte.
Durch die tatkräftige Unterstützung der Mitglieder können wir bereits auf ein umfangreiches eigenes Instrumentarium zurückgreifen.
Im Jahre 2004 konnte sich die Alstergarde das erste Mal in ihrer eigenen entworfenen Musketiertracht beim Karneval in Leverkusen präsentieren.
Anders als ein traditioneller Spielmannszug versteht sich die Alstergarde als ein Musikzug, der nicht nur mit musikalischen Arrangements das Publikum überzeugt, sondern auch mit selbst ausgedachten Choreografien Bewegungen in die einzelnen Musikstücke bringt. Von der traditionellen Marschmusik hat sich die Alstergarde fast komplett gelöst und spielt fast ausschließlich Schlager, Rock, Stimmungsmusik und Evergreens. Der Spaßfaktor für das Publikum und für die Mitglieder steht im Vordergrund.
Das Jahr 2006 war ein ganz besonderes Jahr! Die Teilnahme bei den Karnevalsumzügen in Leverkusen war der 100. Auftritt.
Europäische Erfahrungen kann die "junge" Alstergarde auch vorweisen. Aufgrund der europäischen Erweiterung am 01. Mai 2004 reiste der Musikzug zu den Feierlichkeiten nach Wierczchowo in Polen. Zum Europatag im Jahr 2006 waren wir in Maurepas in Frankreich. Wenn die Mitglieder heute an den Auftritt unter dem Eiffelturm in Paris und an die Resonanz des Publikums denken wird ihnen bestätigt, dass sie auf dem richtigen Weg sind.
Die Alster
Die Alster ist ein rechter Nebenfluss der Elbe und entspringt im Henstedter Moor. Hieraus ergab sich auch Name und Sitz des Musikzug Alstergarde e.V. mit Sitz in Henstedt-Ulzburg.
Die Alster hatte schon im 13. Jahrhundert eine große Bedeutung für Hamburg und das Umland. Um genügend Energie für die erste Stadtmühle Hamburgs 1270 zu bekommen, wurde das Wasser der Alster durch einen Staudamm aufgestaut. Damit die Wassermenge und der Wasserdruck ausreichend war, um die Schaufeln des Mühlenrades anzutreiben. Dieser Staudamm soll den Namen des ersten Müllers der Mühle Heine Rese bekommen haben Reesendamm. Später baute man einen weiteren Damm, heute Lombardsbrücke durch die Alster und dadurch entstanden die Binnen-Alster und die Außen-Alster. Die Binnen-Alster innerhalb der Hamburger Stadtgrenze und die Außen-Alster ausserhalb.
1448 wurde die Alster bis nach Stegen (Kayhude) schiffbar gemacht und Anfang 1500 mit einem Kanal mit der (Norder-)Beste verbunden. Die Beste mündete bei Oldesloe in die Trave und somit waren Hamburg und Lübeck mit dieser, über 80 Km langen Schifffahrtsstrecke verbunden. 40 Km Alsterflusstrecke, 8 Km der eigentliche Kanal (der nyge graven), 15 Km Norderbeste bis Oldesloe und 17 Km Trave bis Lübeck. Aber leider reichte das Wasser der Quellen nicht aus, den Kanal -der auf der Scheitelstrecke lag- dauerhaft mit ausreichend Wasser zu versorgen. Das Moorgebiet trocknete langsam aus, so dass schon nach 20 Jahren, für den durchgehenden Schiffsverkehr, der Betrieb mangels Wasser im Jahr 1528 wieder eingestellt werden musste.
Der Schiffsverkehr auf dem Alsterfluss von Hamburg bis Stegen, mit all seinen Schleusen, wurde allerdings noch lange beibehalten und erst 1899 vollkommen eingestellt. Geblieben ist lediglich ein "Flüsslein", geblieben sind jedoch auch die Außen-Alster, die Binnen-Alster und das Alsterfleet. Jedoch bietet die Alster ein sehr schönes und abwechslungsreiches Erholungsgebiet, für Wanderer, zu Wasser und zu Lande.
Von Touristen wird die "Weiße Flotte der Alster-Touristik" gern und ausgiebig am Tag und auch bei Nacht benutzt.